Bestätigter Vollbrand in der Umspannanlage am Hagerhof…

… so lautete gestern um 19 Uhr die Lagebeschreibung für unsere Übung zum Thema Strom.

Mit drei Fahrzeugen (HLF, TSF-W und MTF) und 22 Feuerwehrleuten (darunter drei Übungsleiter) fuhren wir also zur Umspannanlage neben dem Hagerhof.
Ein Mitarbeiter der Bad Honnef AG nahm uns an der Umspannanlage in Empfang und gab unserem Einsatzleiter weitere Details zur fiktiven Lage, während die Einsatzkräfte bereits die Wasserversorgung aufbauten.

Bei dieser Lage gibt es einige besondere Herausforderungen zu beachten. Neben der 110kV Zuleitung, die an die Umspannanlage zugeführt werden, verfügt das Haus auch noch über normalen Hausstrom für den eigenen Betriebsstrom, sowie eine Batterieanlage, die auch im Fehlerfall der Hausstrom-Anlage dafür sorgt, dass die Sicherungssysteme der Umspannanlage in vollem Betrieb bleiben.  Bekanntermaßen sind Strom und Wasser ja nicht die besten Freunde, so dass hier die erste einsatztaktische Problematik bereits zutage trat: Die Auskunft “die Zuleitung ist abgeschaltet” heißt nicht gleich, dass das Haus insgesamt “stromlos” ist.

Durch die unmittelbare Waldrand-Lage und die direkte Nähe zum Reitergestüt und zum Internat Schloss Hagerhof, kommt, mit der Vermeidung der Ausbreitung des Brandes auf diese Bereiche, eine weitere Herausforderung hinzu.

Entsprechend ist eine solche Lage im Ernstfall auch nicht alleine mit einem Löschzug zu bewältigen. Daher wurde vom unserem stellvertretenden Wehrführer, Michael Prinz, der als Gruppenführer des ersteintreffenden Fahrzeugs eingesetzt war, auch gleich Verstärkung der gesamten Verbandsgemeinde, sowie durch die Drehleiter der Feuerwehr Bad Honnef, nachalarmiert. Nach Rückmeldung der Übungsleitung, dass die Drehleiter Bad Honnef in einem anderen Einsatz gebunden sei, musste kurzfristig eine andere Drehleiter nachbestellt werden – selbstversändlich fand diese Nachalarmierung im Rahmen der Übung ebenfalls nur fiktiv statt.

Nach erfolgreicher Löschung des virtuellen Feuers erhielten wir dann noch eine Führung durch die Umspannanlage, so dass wir für den Ernstfall die räumlichen Gegebenheiten und Besonderheiten kennen lernen konnten.

Um 21:30 Uhr sind wir dann wieder in unser Gerätehaus eingerückt und konnten unsere Übung erfolgreich beenden.

Wir danken der Bad Honnef AG für die freundliche Unterstützung und die Möglichkeit für diese realitätsnahe Übung.

Findest du interessant, was wir tun? Dann komm doch einfach mal bei einer Übung vorbei und erlebe unseren Übungsbetrieb live mit. Die nächste Gelegenheit dafür ist am 9. August um 18:45 Uhr.

Übung Pumpen und Boot

HLF + MZF
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Am 13.7.2019 stand unsere Übung zum Thema “Pumpen und Boot” auf dem Plan. Diese Übung führen wir regelmäßig durch und trainieren damit gleich mehrere Disziplinen.

Um einen intensiveren Lernerfolg zu erzielen, führen wir solche Übungen in kleineren Gruppen durch. Hierzu baut die Übungsleitung mehrere Stationen auf, und die Gruppen arbeiten dann nacheinander die Stationen ab.

Die erste Station in dieser Übung beschäftigt sich mit der Wasserentnahme aus freiem Gewässer. Hierzu wurde unser TSF-W an der Rampe neben dem Campingplatz nah an den Rhein gefahren. Die Gruppe übte das korrekte Einbinden und anschließen der Saugschläuche und den Betrieb der Pumpe unseres TSF-W.

An der zweiten Station drehte sich alles um unser Rettungsboot (RTB). Neben Grundlagen der Bedienung des Bootes wurde vorallem auch das Retten einer Person aus dem Wasser trainiert.

Die dritte Station richtete sich primär an unsere Maschinisten. Hier wurde intensiv in Theorie und Praxis der Umgang mit unserer Pumpe des HLF trainiert. Auch wurden an dieser Station alternative Wasserentnahmen aus freiem Gewässer, beispielsweise mittels einer Tauchpumpe trainiert.

Zusätzlich haben wir den Umgang mit unserem “Monitor” trainiert. Ein Monitor zählt zu den sogenannten “Sonderrohren” der Feuerwehr. Es ist ein Art Wasserwerfer, der mittels eines Ständers stationär aufgebaut werden kann und auch von einer Einzelperson bedient werden kann. Hierüber ist es möglich bis zu 1200l Wasser pro Minute abzugeben und eine große Reichweite zu erreichen. Dieses Strahlrohr kam beispielsweise auch beim Güterzugbrand in Unkel, Anfang diesen Jahres, zum Einsatz. Neben des auf unserem HLF vorhandenen Monitors, zeigte einer der Übungsleiter den jüngeren Kameraden außerdem, wie man einen provisorischen Monitor aus Standard-Armaturen unseres TSF-W errichten kann.

Nach etwa 3 Stunden ging diese Übung zu Ende und alle Kameraden konnten, mit neuem oder aufgefrischtem Wissen, zufrieden ins Gerätehaus einrücken.

Wir konnten dein Interesse wecken? Dann freuen wir uns, wenn du bei unserer nächsten Übung einfach mal vorbeischaust. Unsere nächste Übung findet statt am 29.7.2019 um 19:00 Uhr am Feuerwehr-Gerätehaus.